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Karger Boden, alte Reben, großer Stil – der Langenberg ist keine Bühne für laute Aromen – sondern ein Ausdruck purer Herkunft. Steile Parzellen auf reinem Muschelkalk, bewirtschaftet in Handarbeit und ökologisch, bringen hier einen Silvaner hervor, der Substanz und Ruhe in Einklang bringt.
Zarte Zitrusaromen, weißer Pfirsich, Quitte und ein Hauch Kurkuma. Am Gaumen cremig, salzig, mit kühler Tiefe und feinem Zug. Ein strukturierter, seidig balancierter Silvaner mit langem, ruhigem Abgang – typisch Langenberg, typisch May.
Rudolf Mays "Hauslage" von Retzstadter Langenberg zeichnet sich aus durch ihren sehr kargen und schnell erwärmbaren Muschelkalkboden, der nach Südwest- bis Südsüdost ausgerichtet liegt. Man findet hier Steigungen von 25 bis 70%. Geschützt werden die Weinberge durch nördliche Waldbestände auf Bergkuppen. Schon seit über 1.200 Jahren wird hier Weinbau betrieben. Die Trauben stammen aus mehreren, über 40 Jahre alten Parzellen mitten im Herzstück des Langenbergs – verknöcherte Reben auf kargem Muschelkalk.
Mitte September wurden reife, aromatische Trauben per Hand gelesen. Nach 18 Stunden Maischestandzeit wurde schonend gepresst und spontan vergoren. Der Ausbau erfolgte im großen Holz (Stück- und Doppelstückfässer aus Spessarteiche) über 9 Monate auf der Vollhefe – ganz ohne Schönung.